Editorial
das erste Viertel des Jahres 2026 ist schon wieder rum. Überlegen Sie auch manchmal, wo die Zeit geblieben ist? Die letzten drei Monate waren für die AgenturQ sehr arbeitsam. Am 1. Januar startete unser neues Projekt LERNMOTOR, welches wir Ihnen in diesem Newsletter vorstellen möchten. Außerdem haben wir intensiv an der Überarbeitung unseres Beratungsangebots gearbeitet. Wie Sie wissen, unterstützen und beraten wir Unternehmen und Betriebsräte bei der Gestaltung betrieblicher Weiterbildung. Für tarifgebundene Unternehmen ist diese Beratung übrigens kostenfrei. Werbung machen möchte ich auch für unsere neue Webpage, die nun auch über einen KI-Chatbot verfügt. Probieren Sie ihn doch gleich aus.
Und dann hat uns natürlich die Landtagswahl beschäftigt. Grüne und CDU werden die neue Landesregierung stellen und wir sind gespannt, was der Koalitionsvertrag zum Thema Berufliche Weiterbildung beinhalten wird. Angesichts der Haushaltslage ist zu befürchten, dass große Sprünge nicht zu erwarten sind und auch für neue innovative Ansätze in der Weiterbildung kein Geld da sein wird. In einem LinkedIn-Beitrag auf meinem Profil habe ich eine Analyse der Wahlprogramme durchgeführt und aus meiner persönlichen Sicht Anforderungen für die neue Legislaturperiode definiert. Mal sehen, welche Absichten der neue Koalitionsvertrag am Ende beinhalten wird. Wenn der nächste Newsletter erscheint, wissen wir mehr.
Bis dahin wünsche ich Ihnen eine gute Zeit und viel Erfolg bei den Herausforderungen, die auf uns zukommen.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Stefan Baron
Neues
LERNMOTOR – Das neue Projekt der AgenturQ
Wir bringen Lernen wirksam in Bewegung
Anfang 2026 ist bei der AgenturQ das neue Projekt LERNMOTOR gestartet, das im Rahmen des Programms „Wandel der Arbeit“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert wird. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen die Lernbereitschaft ihrer Beschäftigten steigern können. Einen Beitrag hierzu können wirksame Qualifizierungsgespräche und passende Rahmenbedingungen für Weiterbildung leisten.
Gemeinsam mit dem Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft und der Constructor University wird über einen Zeitraum von knapp drei Jahren (bis Ende September 2028) ein digitales Unterstützungstool entwickelt, das Führungskräfte dabei unterstützt, Qualifizierungsgespräche wirksam zu gestalten und die Weiterbildung in ihren Teams zu stärken. Ziel ist es, ALLE Beschäftigtengruppen zu erreichen und bedarfsgerecht anzusprechen – auch diejenigen, die bislang kaum an Weiterbildungsangeboten teilnehmen.

Das Tool kann von Führungskräften flexibel und niedrigschwellig genutzt werden. Es orientiert sich an den Vorgaben des Tarifvertrags zur Qualifizierung für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg (TV Quali), der Qualifizierungsgespräche als strukturierten Austausch zur Ermittlung von Weiterbildungsbedarfen und zur Vereinbarung konkreter Maßnahmen verankert und einen Rahmen für Qualifizierungsgespräche vorgibt.
Über das Tool erhalten Führungskräfte individuelle Handlungsempfehlungen zur Gesprächsführung und -gestaltung. So können Unsicherheiten reduziert, Gespräche strukturierter geführt und Vorbehalte gegenüber Weiterbildung gezielt abgebaut werden.
Projektbeteiligung als Pilotunternehmen
Unternehmen haben die Möglichkeit, sich aktiv als Pilotunternehmen in die Entwicklung von LERNMOTOR einzubringen. Dies bietet die Chance, das Tool praxisnah mitzugestalten, eigene Bedarfe einzubringen und frühzeitig von den Projektergebnissen zu profitieren. Gleichzeitig erhalten teilnehmende Unternehmen regelmäßig Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse rund um Lernkultur und Lernmotivation.
Bei Interesse an einer Mitwirkung kann gerne Kontakt aufgenommen werden:
Svea Taube
E-Mail: taube@agenturq.de
Telefon: 0711-3659188-18
Mobil: 0173 – 3939692
Mit LERNMOTOR entsteht ein praxisnahes, wissenschaftlich fundiertes Instrument, das Führungskräfte dabei unterstützt, Qualifizierungsgespräche wirksamer zu führen – und damit einen konkreten Beitrag zu einer modernen, lernförderlichen Arbeitskultur leistet.


Das Projekt „Lernen für Alle: Potenziale aktivieren mit Lernmanagement-Navigation (LERNMOTOR)“ wird im Rahmen des Programms „Wandel der Arbeit“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Das Transformationsnetzwerk Nordschwarzwald will in die Verlängerung gehen
Die Konsortialpartner des Transformationsnetzwerks Nordschwarzwald – darunter auch die AgenturQ – haben sich mit einer Interessensbekundung für die neue Förderphase der Netzwerke ab 2027 beworben. Die Förderung erfolgt durch das Bundeswirtschaftsministerium. Spätestens im Mai erfahren die Partner, ob sie zu einem Vollantrag aufgerufen werden.
In der ersten Förderphase, die zum 31.12.2026 endet, haben die Konsortialpartner eine gute Grundlage geschaffen, auf der nun aufgebaut werden kann. Mit der Future Skills-Studie für den Nordschwarzwald, Communities of Practice, Weiterbildungsbausteinen für die betriebliche Praxis sowie dem Angebot eines Trainings von Future Skills-Expert/innen im Gepäck, sollen ab dem kommenden Jahr Unternehmen ganz konkret in der Gestaltung beruflicher Weiterbildung unterstützt werden. Hierfür ist Veronika Erler neu im Team des Transformationsnetzwerks Nordschwarzwald. Wir wünschen ihr viel Erfolg in der Gestaltung der beruflichen Weiterbildung im Nordschwarzwald.
Lernfabriken neu denken – Weiterbildungsräume schaffen!
Lernfabriken sind der ideale Lernort, um Industrie 4.0, Digitalisierung von Produktion und Lean-Management-Methoden praxisnah und anschaulich zu vermitteln. Das Problem: Für die berufliche Weiterbildung von Fachkräften werden sie bisher kaum genutzt. Das InnoVET PLUS-Projekt Lernfabriken@BeruflicheBildung will das ändern. Die AgenturQ ist mit von der Partie.
Benjamin Dresen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat das Projekt in einem aktuellen Beitrag auf der InnoVET-Homepage vorgestellt.
Neue Homepage der AgenturQ mit KI-Chatbot
Kennen Sie schon die neue Homepage der AgenturQ? Schauen Sie doch mal unter www.agenturq.de vorbei. Im neuen Look präsentieren wir unsere Angebote und Informationen zu unserer Arbeit. Seit Neuestem verfügen wir in Zusammenarbeit mit OMN-Solutions auch über einen Chatbot. Egal ob Erstinformationen zu Fördermöglichkeiten oder Unterstützung bei der Entwicklung einer Weiterbildungsstrategie, der Chatbot hilft Ihnen weiter. Darüber hinaus stehen wir Ihnen natürlich auch weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung.

Best Practice
Von der Idee zur Strategie: Wie Unternehmen mit der AgenturQ Weiterbildung neu denken
„Eigentlich machen wir schon viel, aber es fühlt sich nicht wie ein System an.“
Als die Personalverantwortliche eines mittelständischen Unternehmens diesen Satz im Erstgespräch sagt, nicken viele im Raum. Schulungen gibt es genug. Führungskräftetrainings, Fachseminare und einzelne Workshops sind längst etabliert. Doch was fehlt, ist der Überblick und vor allem die strategische Klammer.
Welche Kompetenzen brauchen wir wirklich?
Welche Maßnahmen zahlen auf unsere Zukunft ein?
Und wie schaffen wir es, dass Lernen im Unternehmen nachhaltig wirkt?
Genau hier beginnt die Zusammenarbeit mit der AgenturQ.
Der erste Schritt: Verstehen statt vorschnell handeln
Anstatt direkt neue Weiterbildungsmaßnahmen zu planen, wird zunächst bewusst ein Schritt zurück gemacht. Gemeinsam mit Unternehmensleitung, Personalverantwortlichen und Betriebsrat wird die aktuelle Situation betrachtet.
Wo steht das Unternehmen heute?
Welche Herausforderungen zeichnen sich bereits ab, sei es technologisch, organisatorisch oder personell?
Und welche Kompetenzen werden künftig entscheidend sein?
Dieser Perspektivwechsel sorgt bei vielen Unternehmen für einen echten Aha Moment. Weiterbildung wird nicht länger isoliert gesehen, sondern als strategischer Hebel für Transformation und Fachkräftesicherung verstanden.n Überblick als auch für eine vertiefende Analyse genutzt werden.
Transparenz schaffen: Kompetenzen sichtbar machen
Im nächsten Schritt wird es konkreter. Mithilfe digitaler Tools wie dem QualiMonitor oder dem AiKomPass werden Kompetenzen systematisch erfasst und strukturiert dargestellt.
Oft zeigt sich dabei, dass in den Unternehmen bereits viel Wissen vorhanden ist, das bislang nicht sichtbar war.
Durch die Analyse entsteht erstmals ein klares Gesamtbild. Unternehmen erkennen, welche Kompetenzen stark ausgeprägt sind, wo Entwicklungsbedarfe bestehen und welche Potenziale bislang ungenutzt geblieben sind.
Diese Transparenz verändert den Blick auf Weiterbildung grundlegend. Entscheidungen basieren nicht mehr auf Bauchgefühl, sondern auf einer fundierten Grundlage.

Vom Konzept zur Praxis: Lernen im Arbeitsalltag verankern
Die eigentliche Stärke des Ansatzes zeigt sich in der Umsetzung. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nicht nur dokumentiert, sondern direkt in konkrete Maßnahmen überführt.
In gemeinsamen Workshops entstehen Arbeits- und Lernprojekte, die sich an realen Herausforderungen im Unternehmen orientieren und unmittelbar im Arbeitsalltag umgesetzt werden können.
Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie wirkungsvoll dieser Ansatz ist. Ein Team arbeitet an der Einführung neuer digitaler Prozesse. Statt ein externes Seminar zu besuchen, wird diese Herausforderung selbst zum Lernprojekt. Die Mitarbeitenden entwickeln ihre Kompetenzen weiter, während sie gleichzeitig an einer konkreten Aufgabe arbeiten.
So wird Lernen zu einem festen Bestandteil der täglichen Arbeit.
Beteiligung als Schlüssel zum Erfolg
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg ist die enge Einbindung aller Beteiligten. Die Weiterbildungsstrategie wird nicht vorgegeben, sondern gemeinsam entwickelt.
Führungskräfte bringen ihre strategische Perspektive ein, Personalverantwortliche ihre Expertise und Betriebsräte die Sicht der Beschäftigten.
Diese Form der Zusammenarbeit sorgt dafür, dass Maßnahmen besser akzeptiert werden, unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt sind und eine gemeinsame Verantwortung für Lernen entsteht. Auf diese Weise entwickelt sich Schritt für Schritt eine nachhaltige Lernkultur im Unternehmen.
Vom Einzelprojekt zur nachhaltigen Strategie
Im Verlauf der Zusammenarbeit verändert sich häufig die Sichtweise auf Weiterbildung.
Aus einzelnen Maßnahmen entsteht ein strukturiertes Gesamtkonzept.
Aus punktuellen Aktivitäten wird ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess.
Und aus Unsicherheit wird Klarheit.
Unternehmen erkennen, dass Weiterbildung kein Zusatz ist, sondern ein zentraler Bestandteil ihrer Zukunftsfähigkeit.
Weiterbildung neu denken und Zukunft gestalten
Das Beratungsangebot der AgenturQ zeigt, wie moderne Weiterbildung heute aussehen kann. Strategisch ausgerichtet, praxisnah gestaltet und gemeinsam getragen.
Unternehmen gewinnen Transparenz über ihre Kompetenzen, entwickeln passgenaue Maßnahmen und stärken ihre Innovationskraft. Gleichzeitig schaffen sie eine Lernkultur, die langfristig wirkt und Veränderungen aktiv unterstützt.
Weitere Informationen
Mehr Informationen zum Beratungsangebot finden Sie unter:
https://www.agenturq.de/unser-auftrag/beratung-fuer-betriebsraete-und-unternehmen/
Wissenswertes
Zukunftskompetenzen. Was wissen wir darüber wirklich, auf was können wir uns vorbereiten?
Im ifo Schnelldienst 3/2026 hat sich Kristian Schaller von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände mit dem Thema Zukunftskompetenzen beschäftigt und die Fragen gestellt, was wir darüber wirklich wissen und auf was wir uns vorbereiten können.
Aus seiner Sicht gibt es nicht den einen Hebel, um Zukunftskompetenzen zu entwickeln. Vielmehr sind es viele Zahnräder, die ineinandergreifen müssen. Es braucht eine Offenheit für Lebenslanges Lernen und Basiskompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen bleiben eine absolut notwendige Grundlage für den Berufs- und Lebensweg. Es braucht zudem digitale Grundkompetenzen und eine fundierte KI-Anwendungskompetenz: Denn gut gepromptet ist halb gewusst.
Neue Technologien und der ständige Wandel verändern den Rahmen im Berufsleben. Hierfür braucht es neue Schlüsselkompetenzen jenseits der klassischen Fachthemen. Kompetenzen wie Leistungsbereitschaft, Resilienz, Eigenverantwortung und Empathie werden wichtiger. Zu den Zukunftskompetenzen gehören auch Kreativität und Problemlösungskompetenz. Und wenn in Zukunft die KI immer mehr Routineaufgaben übernimmt, muss der Mensch zunehmend ganzheitlich, vernetzt, kreativ und wirtschaftlich denken.
Es ist die Aufgabe der Unternehmen, auf der Grundlage ihrer Geschäftsmodelle und Prozesse die konkreten Zukunftskompetenzen in der betrieblichen Realität umzusetzen.
KI spart Zeit – aber stärkt sie auch die Kompetenzen im Unternehmen?
Neue Erkenntnisse aus dem Anthropic Economic Index (Januar 2026)
Eine Untersuchung des KI-Entwicklers Anthropic zeigt auf Basis von Millionen anonymisierter Claude-Interaktionen aus November 2025, wie KI tatsächlich genutzt wird, und was das für Arbeit, Kompetenz und Lernen bedeutet.
Die unbequeme Wahrheit: KI übernimmt das Denken, nicht die Routine
Die gängige Vorstellung lautet: KI erledigt die langweiligen Routineaufgaben, der Mensch konzentriert sich auf das Anspruchsvolle. Die Untersuchung zeigt jedoch das Gegenteil. In der Praxis werden bevorzugt komplexe, kognitiv anspruchsvolle Aufgaben an die KI delegiert, während einfachere Tätigkeiten beim Menschen verbleiben. Der Grund ist nachvollziehbar: Tätigkeiten, die ohne KI rund drei Stunden dauern, lassen sich mit KI-Unterstützung in etwa 15 Minuten erledigen. Diese Zeitersparnis ist verlockend, überdeckt jedoch ein Qualitätsproblem. Bei einfachen Aufgaben erreicht KI eine Erfolgsquote von rund 70 %, bei komplexeren sinkt sie auf etwa 66 %. Der Unterschied klingt gering, die Konsequenz ist es nicht: Fehler bei komplexeren Problemstellungen sind deutlich schwerer zu erkennen als bei einfachen.
Deskilling: Wenn Berufe ihre Substanz verlieren
Die Forscher sprechen von „Deskilling“, dem schleichenden Verlust beruflicher Kernkompetenzen, weil genau diese an KI ausgelagert werden. Was bleibt, sind Aufgaben, die auch geringer qualifiziertes Personal übernehmen könnte.
Das ist kein individuelles Fehlverhalten, es ist ein systemisches Muster. Unternehmen belohnen Geschwindigkeit und Output. KI liefert genau das. Ob dabei langfristig Fähigkeiten erodieren, spielt in kurzfristigen Erfolgslogiken kaum eine Rolle.
Was das für L&D bedeutet – und was jetzt zu tun ist
Die Daten legen nahe: Für L&D entsteht eine doppelte Verantwortung. Es geht nicht mehr nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern darum, Urteilsvermögen zu erhalten und zu stärken.
Konkret bedeutet das: Mitarbeitende brauchen die Kompetenz, KI-Ergebnisse kritisch zu bewerten, gerade bei komplexen Aufgaben, wo Fehler unsichtbarer werden. Wer nicht mehr selbst analysiert, verliert die Fähigkeit zu erkennen, wann die KI falsch liegt.
Lernprozesse sollten so gestaltet sein, dass KI als Werkzeug eingesetzt wird, nicht als Denkersatz. Das klingt selbstverständlich, ist es in der Praxis aber nicht, wenn Geschwindigkeit systematisch über Tiefe gestellt wird.
Und schließlich: Die Untersuchung zeigt, dass die Qualität der KI-Nutzung stark von den Fähigkeiten der Nutzenden abhängt. Die systematische Förderung von KI-Kompetenz ist somit kein „Nice-to-have“ sondern die Voraussetzung dafür, dass KI im Unternehmen tatsächlich Mehrwert schafft und keine verdeckten Qualitätsrisiken aufbaut. Die entscheidende Frage für Unternehmen lautet nicht mehr: Nutzen wir KI? Sondern: Bauen wir beim Nutzen von KI Kompetenz auf – oder ab?
Weiterbildungsplattformen
Berufliche Weiterbildung ist ein zentraler Erfolgsfaktor – für Beschäftigte ebenso wie für Unternehmen. Gerade in Zeiten von Digitalisierung, Fachkräftesicherung und Transformation ist es wichtig, den Überblick über passende Angebote und Anbieter zu behalten.
Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Weiterbildungsplattformen für Baden-Württemberg (sowie ergänzende bundesweite Angebote) kompakt und übersichtlich vor:

Arbeit bleibt | Technik hilft – Unsere Podcastempfehlung
Wie beeinflusst technischer Wandel die Arbeitswelt? Führt die Einführung und Verbreitung von Maschinen, Robotern und Künstlicher Intelligenz zwangsläufig zur Ersetzung menschlicher Arbeitsaufgaben und zum Wegfall von Arbeitsplätzen? Welcher Stellenwert kommt der beruflichen Weiterbildung bei der Gestaltung des technischen Wandels zu? Und welche Auswirkungen hat die Digitalisierung eigentlich auf die Berufsbildung? Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum des Podcasts „Arbeit bleibt | Technik hilft“ des Bundesinstituts für Berufsbildung. In jeder Folge geht es um aktuelle Trends und Herausforderungen der Berufsbildungsforschung zu technischem Wandel, Nachhaltigkeit, sozial-ökologischer Transformation und Berufsbildung. Dabei berichten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BIBB aus ihrer Forschungsarbeit und diskutieren offene Fragen und Problemstellungen.
Gelesen Dabei gewesen
Nach der Landtagswahl: Wie geht es mit der beruflichen Weiterbildung „in the länd“ weiter?
Die Landtagswahl ist vorbei, gewählt wurden mit Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg und CDU Baden-Württemberg die beiden Parteien, die auch bereits in den letzten 10 Jahren die Landesregierung bildeten. So schlecht haben sie das nicht gemacht, doch 2026 sind die Herausforderungen für die Landespolitik gänzlich andere: Transformation der Automobil- und Zulieferindustrie, Wegfall von Arbeitsplätzen, Bildungspolitik, Energiekrise, Wohnungspolitik, … Wir alle kennen die Schlagworte. Man kann der neuen Landesregierung nur viel Erfolg wünschen.
Aber was ist von der neuen Landesregierung beim Thema Berufliche Weiterbildung zu erwarten? Die Koalitionsverhandlungen haben zwar noch gar nicht begonnen, doch der Blick in die Programme gibt einen ersten Einblick.

Alter Wein in neuen Schläuchen?
Es ist das erklärte Ziel von Bündnis 90/Die Grünen, „die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe zu steigern, Fachkräfte zu binden und die Vernetzung zwischen Wirtschaft und Weiterbildungspartnern zu stärken.“ Dazu will die Partei die Offensive WEITER.mit.BILDUNG@BW „fortführen und zugleich weiterentwickeln, auch gezielt für ältere Erwerbstätige.“ Einen wichtigen Beitrag können aus Sicht der CDU hierbei die beruflichen Schulen leisten, die zu „Kompetenzzentren für Ausbildung, Weiterbildung, Technologietransfer und Existenzgründung“ weiterentwickelt werden sollen.
Beide Parteien möchten Menschen neue Chancen eröffnen, die sich bislang kaum an Weiterbildung beteiligt haben. Die CDU hat in ihrem Wahlprogramm das Ziel beschrieben, Menschen mit geringen beruflichen Qualifikationen den Weg in den Job durch Weiterbildung zu ebnen. Aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen sind hierfür zuallererst passende Angebote zur Alphabetisierung und Grundbildung unerlässlich, auch soll die die Finanzierung des Landesnetzwerks Weiterbildungsberatung dauerhaft gesichert und verankert werden.
Zudem möchte Bündnis90/Die Grünen „die Strukturen der wissenschaftlichen Weiterbildung an unseren Hochschulen in Baden-Württemberg weiter auf- und auszubauen“, außerdem setzen sie „auf ein Qualifizierungseinkommen, das Menschen im Erwerbsleben eine Auszeit für Weiterbildung ermöglicht.“
Wenn man möchte, kann man auch das Versprechen der CDU, die Meistergebühren abzuschaffen, als Weiterbildungsziel beschreiben. Bis es so weit ist, soll die eingeführte Meisterprämie auf 3.000 Euro verdoppelt werden. Eigentlich hat dieses Wahlversprechen aber nichts mit dem Thema Berufliche Weiterbildung zu tun als vielmehr mit der Frage der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Weiterbildung. Wenn das Studium kostenlos ist, soll auch der Meister kostenlos sein.
Kein großer Wurf
Wenn man ehrlich ist, kommen einem die Forderungen sehr bekannt vor und man kann sich die Frage stellen, warum diese nicht schon in den letzten zehn Jahren umgesetzt wurden. Drei vermeintlich einfache Antworten gibt es darauf:
- Das liebe Geld. Die Offensive WEITER.mit.BILDUNG@BW hat man beispielsweise in der vergangenen Legislaturperiode mit viel Elan ins Leben gerufen. Nachdem die Haushaltsmittel aufgebraucht waren, hat man die Offensive dann sang- und klanglos beendet und die befristeten Arbeitsverträge der zuständigen Ministeriumsmitarbeitenden auslaufen lassen. Zudem schaut der Rechnungshof ganz genau hin, wofür das Geld für Bildungsprojekte ausgegeben wird. Deshalb gibt es in Baden-Württemberg keine Regionalbüros für berufliche Fortbildung mehr.
- Die Gesetzgebung. Wenn man die Weiterentwicklung von beruflichen Schulen zu Kompetenzzentren für Ausbildung, Weiterbildung, Technologietransfer und Existenzgründung ernstnimmt, muss man hierfür das Schulgesetz ändern. Denn Weiterbildung ist bislang nicht Aufgabe der Lehrkräfte. Will man das ändern, braucht es für die zusätzlichen Aufgaben zusätzliche Deputate und neue Lehrkräfte. Und damit ist man dann wieder beim Thema Geld. Angesichts der angespannten Haushaltslage und des bestehenden Unterrichtsausfalls ist es schwerlich vorstellbar, dass es zusätzliche Lehrkräfte für berufliche Weiterbildung gibt. Ähnliches gilt für die Weiterbildung an Hochschulen und die Regelungen des Hochschulgesetzes. Aufgabe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer ist die die Forschung und Lehre. Lehr- und Unterrichtstätigkeiten können sie allenfalls in Nebentätigkeit ausüben – wenn sie es denn wollen. Nachhaltige Strukturen sind das nicht.
- Die Zuständigkeit. Für die berufliche Weiterbildung ist das Wirtschaftsministerium zuständig, für die wissenschaftliche Weiterbildung das Wissenschaftsministerium, für die Grundbildung und die beruflichen Schulen das Kultusministerium. Die Offensive WEITER.mit.BILDUNG@BW krankte in der vergangenen Legislaturperiode daran, dass nur die ohnehin vorhandenen Initiativen der Häuser zusammengefasst wurden, aber leider nicht verzahnt wurden. Benachbarte Politikfelder wie Arbeitsmarkthemen, Ausbildung oder auch Gleichberechtigung spielten so gut wie keine Rolle. Dabei kommt es doch auf die Verzahnung der einzelnen Initiativen an: Der Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienphase kann zum Beispiel nur gelingen, wenn es auch passende Weiterbildungsformate gibt, die Familie, Beruf und Lernen miteinander vereinbaren. Und dass für viele Weiterbildungsthemen gar nicht das Land zuständig ist, sondern der Bund, muss man der Vollständigkeit halber auch erwähnen.
Blick voraus
Nichtdestotrotz bieten die Wahlprogramme eine gute Grundlage für den Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung. Doch das Thema Berufliche Weiterbildung droht aufgrund der vielen wichtigen anderen Politikthemen unter die Räder zu geraten. Wenn in den Koalitionsverhandlungen über den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg, die Transformation der Automobil- und Zulieferindustrie oder auch den Einsatz von KI gesprochen wird, muss deshalb stets das Thema Berufliche Weiterbildung mitgedacht werden. Aus meiner Sicht ist es das Querschnittsthema par excellence. Qualifizierte Fachkräfte sind das Fundament unseres Wohlstands. Deshalb müssen wir dafür Sorge tragen, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer proaktiv die Zukunftskompetenzen erwerben können, die sie für den Erhalt ihrer Beschäftigungsfähigkeit benötigen. Und damit zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöhen. Voraussetzung hierfür ist freilich ein klares Zukunftsbild für die Industrie im Südwesten. Wenn ich nicht weiß, wohin die Reise geht, wird es schwer, den notwendigen Qualifizierungsbedarf zu erkennen.
Mein Wunschzettel an die Koalitionäre
- Beide Parteien möchten Menschen Chancen eröffnen, die sich bislang kaum an Weiterbildung beteiligt haben. Dies ist richtig und wichtig. Dafür müssen bisherige Instrumente überprüft und ggfs. angepasst werden. Mitnahmeeffekte müssen vermieden werden. Zu häufig profitieren noch immer Personen von Weiterbildungsförderung, die ohnehin an Qualifizierungsmaßnahmen teilgenommen hätten (der sogenannte Matthäus-Effekt). Angesichts der Haushaltslage müssen die Geldmittel effizienter eingesetzt werden. Es braucht eine zielgenauere Förderung statt einer Breitenwirkung mit hohen Streuverlusten.
- Ich hoffe deshalb sehr, dass die Weiterbildungsoffensive fortgesetzt wird. Eine Weiterbildungsbeteiligung von gerade mal 50 % bei Facharbeitern darf nicht zufrieden stimmen. Statt einer weitestgehend wirkungslosen Imagekampagne braucht es aber vielmehr neue Ansätze und innovative Projekte, um Weiterbildungsinaktive in ihrer jeweiligen Arbeits- und/oder Lebenssituation abzuholen, Hinderungsfaktoren zu identifizieren und passende Weiterbildungsangebote zu machen.
- Dies gilt insbesondere für die Fragen, wie künstliche Intelligenz zukünftig die Anforderungen an Produktionsarbeitsplätze verändert, welche KI-Kompetenzen benötigt werden und wie man KI-Kompetenzen vermittelt. Angesichts der Bedeutung der industriellen Arbeitsplätze in Baden-Württemberg wird sich bislang zu wenig mit diesen Fragen beschäftigt. Häufig hat man nur Büroarbeitsplätze im Blick. Als AgenturQ arbeiten wir aktuell an einer passenden Projektskizze.
- Grundsätzlich braucht es in den kommenden Landeshaushalten Finanzmittel für innovative Weiterbildungsprojekte, um die Erprobung bzw. Umsetzung neuer Ideen und Ansätze in der Gestaltung beruflicher Weiterbildung zu ermöglichen. Was wir uns nicht leisten dürfen, ist das Verharren im Status Quo. Wir müssen nach vorne schauen und hierfür auch innovative Wege einschlagen.
- So richtig und wichtig es ist, Bildungsfernere in den Blick zu nehmen und die Grundbildung zu stärken, dürfen wir auch nicht die Fachkräfte und Ingenieure vergessen, die aufgrund des Stellenabbaus in vielen Unternehmen von Arbeitslosigkeit betroffen bzw. bedroht sind. Im Zweifel wissen sie am besten, welche Weiterbildung zu ihnen passt. Aber es ist die Aufgabe der Politik, die richtigen Angebote zu schaffen. Daher ist es zu begrüßen, dass die wissenschaftliche Weiterbildung ausgebaut werden soll. Die Hochschulen im Land haben das Knowhow, um Personen mit Hochschulzugangsberechtigung passgenaue und aktuelle Weiterbildungsangebote zu machen.
- Ein Faktor, um die Weiterbildungsbeteiligung zu erhöhen, sind auch wohn- und betriebsnahe Qualifizierungsangebote. Ein passender Lernort können berufliche Schulen sein, die an vielen Standorten sogar sogenannte Lernfabriken eingerichtet haben, um Industrie 4.0-Themen zu vermitteln. Im InnoVET Plus Lernfabriken@BeruflicheBildung Projekt der AgenturQ werden bereits verschiedene Betreibermodelle entwickelt und erprobt, um die Nutzung der durch das Land geförderten Lernfabriken für das Weiterbildungsangebot außerschulischer Träger (z.B. Förderverein der Schule, IHK, Dualer Partner) zu ermöglichen.
- Vergleichsweise kostengünstig ist mein Wunsch, die unterschiedlichen Strategien und Plattformen der Landesregierung zur besseren Zielgruppenansprache, z.B. Frau und Beruf Baden-Württemberg, Landesstrategie für Alphabetisierung und Grundbildung, Plattform Südwissen, Weiterbildungsscouts, etc., besser zu verzahnen. Zu häufig wird noch immer nebeneinanderher gearbeitet.
- Zu guter Letzt braucht es ein klares Zukunftsbild, auf das die Weiterbildungsanstrengungen der Landesregierung ausgerichtet werden. Die Future Skills-Studien 2024 bzw. 2027 der AgenturQ können hierbei Orientierung bieten. Auf dieser Grundlage können dann auch berufliche Übergangspfade aus der bislang so wichtigen Automobil- und Zulieferindustrie in andere baden-württembergische Branchen wie z.B. der Luft- und Raumfahrt, der Verteidigungsindustrie, der Umwelttechnik oder der Medizintechnik entwickelt werden.
Zum Schluss
Man kann gespannt sein, was der neue Koalitionsvertrag am Ende für Vereinbarungen zum Thema Berufliche Weiterbildung beinhalten wird. Bis dahin wird es ein hartes Ringen geben – aber nicht zum Thema Weiterbildung. Hier sind sich die Koalitionäre einig. Fraglich ist nur, welchen Spielraum die Haushaltslage in den nächsten fünf Jahren zulassen wird. Und hier sind die Aussichten düster.
Qualifizierung für morgen. Ein Wegweiser zur Qualifizierung
Einen Wegweiser zu Qualifizierungsangeboten und zur Unterstützung der betrieblichen Weiterbildung in der Europäischen Metropolregion Nürnberg hat das IMU Institut im Projekt „transform_EMN“ 2024 erstellt und im Dezember 2025 aktualisiert. Für die Zielgruppen der Beschäftigten, der Arbeitgeber und der Betriebsräte werden hier zahlreiche Optionen aufgezeigt – von der Frage zur betrieblichen Organisation systematischer Weiterbildung über Qualifizierungsangebote bis hin zur Förderung durch die Arbeitsagenturen. Natürlich kann der Wegweiser auch in der Gestaltung beruflicher Weiterbildung in Baden-Württemberg genutzt werden. Er steht auf der Homepage des IMU Instituts zum Download bereit.
Rückblick Nationale Weiterbildungskonferenz 2025
Am 27. November 2025 fand in Berlin im Gasometer die Nationale Weiterbildungskonferenz statt. Einen Tag lang gab es spannende Impulse, Workshops und Podiumsdiskussion zu aktuellen Themen der beruflichen Weiterbildung. Für alle, die nicht dabei sein konnten, gibt es nun auf der Webseite des Bundesinstituts für Berufsbildung eine Zusammenfassung der Tagung, inklusive eines Mitschnitts der Vorträge und der beiden Podiumsdiskussionen. Mit am spannendsten war der Vortrag von Prof. Dr. Lisa Herzog. Schauen Sie mal rein.

Rückblick: Q-Guide Live 2026 – Lernen, Arbeiten, Zukunft sichern
Am 17. März 2026 fand bei IBM in Ehningen die Veranstaltung Q-Guide Live statt. Im Fokus standen die aktuellen Herausforderungen der Region Stuttgart: Fachkräftemangel, technologischer Wandel und veränderte Kompetenzanforderungen in Unternehmen. Ziel war es, praktische Ansätze für Weiterbildung, Personalentwicklung und regionale Arbeitsmarktstrategien zu diskutieren.
Einen spannenden Einstieg bot die Keynote von Marcel Aberle, Futurist und Botschafter des „Ministerium für Neugier und Zukunftslust“. Die Zukunft nicht als Bedrohung wahrnehmen, sondern mit klaren Zukunftsbildern und Mut in die Zukunft gehen, war nur einer der Impulse, die Marcel Aberle unter dem Titel „Zurück zur Zukunft“ den Zuhörern mitgegeben hat. Und auch am Nachmittag hat Dr. Hans Rusinek mit seiner Keynote inspirieren können und den Teilnehmenden verdeutlicht, wie Veränderungsbereitschaft bei den Mitarbeitenden gestärkt werden kann – eine vielschichtige Aufgabe für Unternehmen. Hans Rusinek gelang die anschauliche Darstellung von Veränderungsbereitschaft am Beispiel der Sucht nach Knoppers-Riegeln und der Änderung der Gewohnheit des häufigen Konsums.

Die Veranstaltung an Dienstag bot neben den theoretischen Impulsen spannende Einblicke in das Unternehmen IBM. Dr. Frank Kohls, Geschäftsführer Personal D/A/CH bei IBM, berichtete über die HR-Transformation bei IBM und den Ansatz des „Vorwärts-Scheiterns“, der bei IBM zu einer radikalen Verschlankung, Automatisierung und Verbesserung der HR-Prozesse geführt hat.
Anschließend wurde in unterschiedlichen Zukunftsräumen an konkreten Fragestellungen gearbeitet – eine gute Möglichkeit mit anderen Unternehmen und Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen und zum Beispiel über die strategische Umsetzung von Weiterbildung im Unternehmen zu diskutieren.
Zur Information:
Der Q-Guide ist ein Angebot des Weiterbildungsverbunds Region Stuttgart (WBV), in dem sich 15 Akteure der Weiterbildung und Innovationsförderung der Region zusammengeschlossen haben – darunter auch die AgenturQ. Gemeinsam unterstützen sie Unternehmen bei den veränderten Qualifikationsanforderungen im Wandel – digital wie analog. Auf der Plattform werden die Angebote der Verbundpartner gebündelt vorgestellt, von der Orientierung und Information bis hin zu Vernetzung und individueller Begleitung. Kurz gesagt: Q-Guide kann der zentrale Einstiegspunkt für Unternehmen sein, die Weiterbildung und Qualifizierung im Wandel gezielt gestalten wollen. Und die Q-Guide Live Veranstaltungen bieten immer wieder spannende und relevante Impulse.
Termine
Wie kann die Lernbereitschaft der Mitarbeitenden im Unternehmen gestärkt werden? Und wie können Führungskräfte dabei unterstützt werden, Qualifizierungsgespräche wirksam zu gestalten und die Weiterbildung in ihren Teams zu fördern?
Mit diesen Fragen befasst sich unser neues ESF-gefördertes Projekt LERNMOTOR. Gemeinsam mit dem Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft und der Constructor University entwickeln wir ein praxisnahes Tool, das Führungskräfte in der Produktion bei der Gestaltung von Qualifizierungsgesprächen unterstützt. Mehr zum Projekt LERNMOTOR finden Sie im Newsletter unter „Neues aus der AgenturQ“ oder auf unserer Webseite www.lernmotor.de.
Damit das Projekt wirklich praxisnah wird, möchten wir die Perspektiven der Unternehmen und Betriebsräte von Anfang an eng mit einbeziehen.
Daher laden wir Sie herzlich zu zwei Kick-Off Veranstaltungen von LERNMOTOR ein.
Termine:
22. April 2026 | 13:00–17:00 Uhr – Kickoff für Betriebsräte
Hier geht’s direkt zur Anmeldung: Link
29. April 2026 | 13:00–17:00 Uhr – Kickoff für Personalverantwortliche und Unternehmensvertreter*innen
Hier geht’s direkt zur Anmeldung: Link
Beide Veranstaltungen finden in Stuttgart Fasanenhof statt:
Adresse:
East27, Eichwiesenring 4F, 70567 Stuttgart-Fasanenhof, Raum Fasanenhof
Was Sie erwartet:
- Ein praxisnaher Impuls, wie die Lernbereitschaft der Mitarbeitenden entfesselt werden kann. Freuen Sie sich auf einen Impuls von Prof. Dr. Christian Stamov Roßnagel von der Constructor University Bremen
- Intensiver Austausch über Anforderungen an ein Unterstützungstool für Qualifizierungsgespräche.
- Vernetzung mit anderen Unternehmen und Betriebsräten, die ebenfalls das Thema Qualifizierung auf Ihrer Agenda haben.
Bitte melden Sie sich bis zum 15. April 2026 an.
Nutzen Sie die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen und als Pilotunternehmen von Anfang an bei der Entwicklung dabei zu sein – so profitieren Sie als erste*r von den Projektergebnissen.
Geben Sie diese Einladung gerne innerhalb Ihres Unternehmens weiter. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Weiterbildung im Team wirksam gestalten: Stellhebel für Lernbereitschaft und Abbau von Hemmnissen
09. Juni 2026, 11:00 – 12:00 Uhr via Teams
Wie kann die Lernbereitschaft der Mitarbeitenden gesteigert werden? Und wie können Führungskräfte dabei unterstützt werden, Qualifizierungsgespräche wirksam zu gestalten und die Weiterbildung in ihren Teams zu stärken?
Gemeinsam mit Christian Stamov Roßnagel, Professor für Organisationspsychologie an der Constructor University Bremen, möchten wir mit Ihnen in die Diskussion gehen und überlegen welche Stellhebel es gibt, um die Lernbereitschaft der Mitarbeitenden zu fördern und Hürden abzubauen. Das Webinar findet im Rahmen des ESF-Projekts LERNMOTOR statt.
Herzliche Einladung zu unseren Webinaren
Mit unseren Online-Veranstaltungen informieren wir regelmäßig zu aktuellen Themen und berichten aus unseren Projekten. Sie sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.
Weiterbildung neu gedacht – KI trifft Automatisierungstechnik
11. Mai 2026, 13:30 bis 14:30 Uhr in Teams Im Rahmen des InnoVET Plus Projekts Lernfabriken@BeruflicheBildung erhalten Sie Einblicke, wie Generative KI die SPS-Programmierung und das Engineering verändert und welche praxisnahen Weiterbildungsmöglichkeiten an Lernfabriken Unternehmen hierfür bereits heute nutzen können.
Ohne Moos nix los? Förderangebote der Arbeitsagentur für berufliche Weiterbildung
16. Juni 2026, 15:30 bis 17:30 Uhr in Teams Gemeinsam mit Regina Paulitz und Tobias Rietheimer von der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit informieren wir Unternehmen und Betriebsräte zu Förderangeboten für Berufliche Weiterbildung und beantworten Ihre Fragen aus erster Hand.
Rückblick Webinare der AgenturQ
Sie haben die letzten Webinare der AgenturQ verpasst? Zu folgenden Online-Veranstaltungen stehen die Folien und Aufzeichnungen in unserem Veranstaltungsarchiv zur Verfügung:
- „Was Beschäftigte von Weiterbildung abhält und wie man Hürden auf dem Weg zur Teilnahme senken kann“ am 29. Januar 2026;
- „Durchblick durch den Dschungel: Fördermöglichkeiten zur Qualifizierung von Beschäftigten in der digitalen Transformation“ am 12. Februar 2026;
- „Die Weiterbildungssituation im Unternehmen systematisch analysieren – mit dem Qualimonitor der AgenturQ“ am 16. März 2026
