Newsletter 1. Quartal 2021

Die Zukunft

beginnt mit

Qualifizieren


Inhaltsverzeichnis

Editorial

Fachtagung am 8. Juli 2021 in Stuttgart

Neues aus der AgenturQ

Im Interview

Wissenswertes und Interessantes

Für Sie gelesen – dabei gewesen

Praxistipp

Termine

Blogbeiträge


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit etwas mehr als einem Jahr hält uns die Corona-Krise nun schon gefangen, und wir alle hoffen auf eine Rückkehr zur Normalität nach den Sommerferien. Doch was heißt Normalität? Zur Normalität der Zeit vor Corona werden wir in der beruflichen Weiterbildung jedenfalls nicht mehr zurückkehren. Corona beschleunigt die Transformation hin zu mehr digitaler Bildung. Hierbei dürfen keine Beschäftigten auf der Strecke bleiben. Wir brauchen alle Fachkräfte. Die Veränderungen übertreffen vermutlich alles, was in den letzten 20 Jahren seit Bestehen des TV Quali passiert ist.

Das Jubiläum des zwanzigjährigen Bestehens des TV Quali wollen wir in diesem Jahr unter dem Motto „weiterbilden#weiterdenken“ gemeinsam mit Ihnen feiern und laden Sie schon heute sehr herzlich zu unserer Fachtagung am 8. Juli 2021 ein. Es erwartet Sie ein spannendes Programm mit hochkarätigen Gästen. Noch hoffen wir darauf, Sie persönlich begrüßen zu können. Alle Informationen zur Fachtagung finden Sie in diesem Newsletter.

Ein Kernelement des TV Quali sind die jährlich stattfindenden Qualifizierungsgespräche. Für das Interview in diesem Newsletter haben wir uns mit Frau Zimmermann und Herrn Haag von der Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH darüber unterhalten, wie sie die Gespräche in ihrem Unternehmen umsetzen. Außerdem informieren wir Sie im Newsletter in gewohnter Weise über unsere Arbeit. Ein Highlight im vergangenen Quartal war sicherlich das Gespräch mit Ministerpräsident Kretschmann und Unternehmensvertretern zur Situation der beruflichen Weiterbildung in der Metall- und Elektroindustrie. Darüber hinaus hat sich trotz Corona viel getan und neue Vorhaben wurden bereits gestartet. Wenn Sie uns in den sozialen Medien folgen, halten wir Sie sehr gerne auch zwischen den Newslettern auf dem Laufenden.

Wie immer hoffen wir, dass die Beiträge auf Ihr Interesse stoßen und freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.

Ich selbst freue mich darauf, Sie am 8. Juli hoffentlich persönlich wiederzusehen. Bleiben Sie bis dahin gesund.

Ihr


Fachtagung weiterbilden#weiterdenken
20 Jahre Zukunft der Qualifizierung

Unter dem Titel „weiterbilden#weiterdenken – 20 Jahre Zukunft der Qualifizierung“ werden wir mit Vertreter:innen aus Wissenschaft, Unternehmen und Politik darüber diskutieren, welchen Beitrag die berufliche Weiterbildung leisten kann, um den Strukturwandel in der Metall- und Elektroindustrie zu gestalten.

Der Vortrag zum Thema „Zukunftsfähiges Lernen“ von Frau Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl, Institutsleiterin Fraunhofer ISI und Lehrstuhl Innovations- und TechnologieManagement, Karlsruher Institut für Technologie Leiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI und eine der führenden Innovationsforscherinnen in Deutschland wird uns sicher alle mit spannenden Denkanstößen und wichtigen Informationen versorgen.

In unseren Workshops am Nachmittag werden wir konkret und zeigen anhand praxisnaher Konzepte auf, wie berufliche Weiterbildung in Unternehmen zukunftsgerichtet gestaltet werden kann.

Wir freuen uns auf einen spannenden Tag mit Ihnen. Seien Sie dabei und melden Sie sich gleich an!


Neues aus der AgenturQ

Videokonferenz mit Ministerpräsident Kretschmann

Auf Einladung der AgenturQ hat sich Anfang des Jahres Ministerpräsident Kretschmann mit Vertretern von Unternehmen und Betriebsräten zur Situation der beruflichen Weiterbildung in der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg ausgetauscht. Ziel des Austauschs war es unter anderem, eine Rückmeldung zur neuen Weiterbildungsstrategie der Landesregierung zu geben und Entwicklungspotentiale zu definieren. Es wurde deutlich, dass es insbesondere hinsichtlich der Transparenz der vorhandenen Weiterbildungsangebote Nachholbedarf gibt. Es ist für viele Unternehmen schwierig, sich einen Überblick über vorhandene Weiterbildungsangebote zu verschaffen und das auf den konkreten Bedarf passende Angebot zu finden. Das Gespräch wurde aufgezeichnet und steht in der Mediathek der AgenturQ als Video zur Verfügung.


Unsere praktische Unterstützung für Sie:
Der DigiREADY in Ihrem Arbeitsalltag.

Im vergangenen Newsletter haben wir Ihnen den neuen DigiREADY bereits vorgestellt. Mit dem DigiREADY bieten wir Ihnen ein anwendungsfreundliches Tool, mit dessen Hilfe Sie Antworten auf folgende Fragen finden:

  • Wie steht es um meine eigene digitale Grundkompetenz?
  • Wie gelingt mir eine bessere Weiterbildung der digitalen Grundkompetenz?
  • Und welche Unterstützung kann mir dabei meine Führungskraft bieten?

In diesem Beitrag zeigen wir auf, wie Ihnen die konkrete Einbindung und der Einsatz von DigiREADY im Unternehmensalltag gelingen kann. Dabei können sowohl Beschäftigte selber als auch Personalabteilungen den DigiREADY anwenden.

Der DigiREADY ist ein Fragebogen, der in Kooperation mit der Universität Konstanz, Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg und der AgenturQ erstellt wurde.  Er bietet einen soliden Ausgangspunkt für Qualifizierungsgespräche. Beschäftigte können als Vorbereitung auf Qualifizierungsgespräche den DigiREADY ausfüllen und anhand von konkreten Ergebnissen Vorschläge für die eigene Weiterbildung machen. Auch Personalverantwortliche können im Vorfeld mit Hilfe des DigiREADYs den Stand der digitalen Grundkompetenz erörtern und auf dieser Basis ein strukturiertes Entwicklungsgespräch führen. Die kurzen Fragen im DigiREADY ermöglichen eine schnelle Bearbeitung und die gut verständlichen Auswertungen geben konkrete Handlungshinweise. Bei der Konzeption wurde auf einen kompakten Charakter wert gelegt, der gleichzeitig alle relevanten wissenschaftlichen Fragen beinhaltet, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu liefern.
Der DigiREADY wird von der AgenturQ als kostenloses Tool zur Verfügung gestellt.

Der besondere Mehrwert für Unternehmen und Beschäftigte besteht darin, dass der DigiREADY Anforderungen der Praxis und der Wissenschaft in sich vereint und somit zeitsparend fundierte Ergebnisse liefert.
Es ist außerdem möglich, dass der DigiREADY als fester Bestandteil der Weiterbildungsstrategie und als Entwicklungstool in der Personalplanung integriert wird. Der DigiREADY wird bereits in Unternehmen angewendet.

Andreas Abeßer,
Global Head of Human Resources Development im Geschäftsbereich Chassis Systems Control bei Bosch berichtet aus der Praxis: 

„Bei der Einführung neuer digitaler Formate in unsere Lernlandschaft unterstützt uns der DigiREADY bei der Ermittlung des Startpunktes für jede:n interessierte:n Mitarbeiter:in. Wir haben damit die Möglichkeit noch zielgerichteter individuelle Lernangebote zu machen.
Aktuell läuft eine Pilotanwendung mit ca. 1000 Teilnehmer:innen in Deutschland zur Nutzung des DigiREADYs in Vorbereitung auf die jährlichen Entwicklungsgespräche zwischen Mitarbeiter:innen und ihren Vorgesetzten. Darüber hinaus dient der DigiREADY den Anwender:innen bei der Selbstreflexion ihrer digitalen Grundkompetenzen.“

Prof. Dr. Florian Kunze,
Inhaber des Lehrstuhls für Organisational Studies am Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft der Universität Konstanz und Leiter des Konstanz Future of Work Lab bestätigt aus wissenschaftlicher Sicht:

“Mit Hilfe des DigiREADYs können wichtige Erkenntnisse zur digitalen Grundkompetenz von Beschäftigten gewonnen werden. Durch die anhaltende digitale Transformation der Arbeitswelt wird die digitale Grundkompetenz auch in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen und die Unternehmen vor große Herausforderungen stellen. Daher freuen wir uns am Lehrstuhl der Universität Konstanz besonders, die konzeptionelle Planung und Umsetzung des DigiREADYs in den Unternehmen wissenschaftlich begleiten zu können. Hier sehen wir großes Potenzial, aber auch die Notwendigkeit, die Führungskräfte abzuholen und für das Thema zu sensibilisieren.”

Wir haben Ihr Interesse geweckt?
Gerne geben wir Ihnen die Möglichkeit, den DigiREADY auszufüllen, sich dabei selbst einzuschätzen und das Ergebnis für Ihre persönliche Weiterbildungsplanung zu nutzen. Mit einem Klick können Sie ihn herunterladen und im Excel-Format ausfüllen. Probieren Sie ihn gleich aus!

Ist Ihr Unternehmen an dem Thema der digitalen Grundkompetenz interessiert? Fragen Sie sich, wie Sie Beschäftigte unterstützen können, digitale Grundkompetenzen im Arbeitsalltag zu erwerben?

Melden Sie sich gerne bei Edda Glase. Die AgenturQ wird auch 2021 mit unterschiedlichen Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie zusammenarbeiten und den DigiREADY kontinuierlich weiterentwickeln. Sehr gerne können Sie sich als Unternehmen daran beteiligen und so frühzeitig von neuen Praxistools für den Erwerb der digitalen Grundkompetenz profitieren.


Quali-Lounge #2: Wenn Beschäftigte wieder in die Schule gehen

Am 24. Februar 2021 haben die Teilnehmenden der zweiten Quali-Lounge der AgenturQ ein Beispiel guter Praxis kennengelernt. Es ging darum, wie Unternehmen und Berufsschule gemeinsam erfolgreich eine Qualifizierung für die Industrie 4.0 auf die Beine stellen können. Unsere Gäste Martin Holder, Vorstand WAFIOS AG, und Dominik Kugler, Schulleiter der gewerblichen Steinbeis-Schule in Reutlingen, erzählten von Ihrer Zusammenarbeit. Mehr dazu lesen Sie unter Praxistipps.

Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Personalabteilungen und Betriebsräten haben sich im Anschluss an den Impuls in Kleingruppen angeregt ausgetauscht. Das Fazit der Teilnehmenden: Ein toller, praxisnaher Input und spannende Diskussionen, die viel zu schnell vorbei waren. Eine Teilnehmerin hat sich sogar direkt entschlossen: Gleich morgen rufe ich bei unserer Berufsschule an, um die Möglichkeiten für eine Kooperation auszuloten.


Welche Future Skills benötigen wir? Studie in Auftrag gegeben.

Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive WEITER.mit.BILDUNG@BW der Landesregierung Baden-Württemberg erstellen wir gemeinsam mit Frau Prof. Dr. Julia Klier und Kolleg:innen an der Universität Regensburg mit Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg die Studie „Future Skills: Welche Kompetenzen für den Standort Baden-Württemberg heute und in Zukunft erfolgskritisch sind“. Ziel der Studie ist es, die Erkenntnisse aus dem gemeinsamen Diskussionspapier „Future Skills: Welche Kompetenzen in Deutschland fehlen“ des Stifterverbands und McKinsey auf den Arbeitsmarkt im Südwesten zu übertragen und aus dem Ergebnis Rückschlüsse für zukünftige Kompetenzanforderungen zu ziehen. Der Kern der Studie wird eine Future Skills-Taxonomie für Baden-Württemberg inklusive der Beschreibung der jeweiligen Future Skills sein. Im Herbst werden wir gemeinsam mit den Autor:innen die Studienergebnisse vorstellen. Seien Sie gespannt, wir halten Sie auf dem Laufenden.


Kooperationsvereinbarung mit der Cisco Networking Academy und dem Bildungswerk der baden-württembergischen Wirtschaft

Die AgenturQ hat sich einer Kooperationsvereinbarung mit der Cisco Networking Academy und dem Bildungswerk der baden-württembergischen Wirtschaft angeschlossen. Die Cisco Networking Academy hat umfangreiche Curricula für Netzwerktechnologie, Cybersicherheit, Internet der Dinge, Programmieren und weitere Themen mit IT-Bezug entwickelt und stellt diese nebst einer E-Learning Plattform und weiteren Lehr- und Informationsmaterialien kostenlos zur Verfügung. Das Bildungswerk wird relevante Inhalte des Angebots in eigene Qualifizierungsangebote überführen. Die AgenturQ kooperiert mit dem Bildungswerk und beteiligt sich zudem inhaltlich an der Weiterentwicklung des Programms.


Im Interview

Das Interview steht derzeit nicht zur Verfügung.


Wissenswertes und Interessantes

WEITER.mit.Bildung@BW

Unter dem Titel WEITER.mit.BILDUNG@BW hat die Landesregierung Anfang Februar eine gemeinsame ressortübergreifende Qualifizierungsoffensive für Baden-Württemberg beschlossen. In der Qualifizierungsoffensive werden die Weiterbildungsbemühungen der unterschiedlichen Landesministerien gebündelt und zugleich Meilensteine für die Weiterentwicklung der Weiterbildung in Baden-Württemberg definiert. Dies umfasst neben der beruflichen Weiterbildung auch die allgemeine und die wissenschaftliche Weiterbildung. Zudem wurden Weiterbildungsangebote für die Automobilwirtschaft beschrieben, zu denen auch die Plattform Transformationswissen BW zählt. Im Bereich der beruflichen Weiterbildung zählen unter anderen neue innovative Weiterbildungsformate, z. B. für Höherqualifizierte zur Stärkung der IT- und Digitalexpertise, zu den Zielen der Qualifizierungsoffensive. Ebenso der Ausbau der Qualifizierungsverbünde, die Stärkung der regionalen Weiterbildungsnetzwerke und die Unterstützung von KMU in der strategischen Personalplanung sowie der Entwicklung und Umsetzung von Weiterbildungsstrategien.


Fit für die Arbeitswelt 4.0 – Hinweis auf ein spannendes Angebot

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Die AgenturQ kooperiert mit der MoreBusiness GmbH, die mit Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg ein Analysetool entwickelt hat, mit dem Mitarbeitende in ca. 20 Minuten individuell ihren Kompetenzstand für die Arbeitswelt 4.0 ermitteln können. Auf Grundlage der Ergebnisse kann das Unternehmen dann passende Weiterbildungen anbieten. Zusätzlich bietet MoreBusiness im Rahmen der Projektförderung insgesamt 100 Teilnehmenden die Möglichkeit, kostenlos an einem Trainingsprogramm mit den Bereichen Digitale Kompetenzen, Kommunikation, Selbstorganisation Selbstreflexion sowie Resilienz teilzunehmen. Der individuelle Trainingsplan wird ebenfalls auf Grundlage der Ergebnisse des Analysetools entwickelt. Die Teilnehmenden wählen, wie sie das Trainingsprogramm absolvieren möchten; selbstständig, mit Unterstützung von Peer Groups oder mit einer individuellen Lernbetreuung.

Sprechen Sie an einer Weiterbildung interessierte Mitarbeitende auf das Angebot an, nehmen Sie Kontakt mit MoreBusiness auf und lernen Sie das innovative Bildungsangebot kennen. Der Nutzen des Angebots liegt auf der Hand: Die ersten 100 Teilnehmenden können von einer Weiterqualifizierung ohne Seminargebühren profitieren, mit der sie ihre Flexibilität und ihre individuelle Einsatzfähigkeit stärken können.

Alle Infos finden Sie unter www.zukunftskompetenzen.com.


Für Sie gelesen – dabei gewesen

Digitales Lernen: Aus Sicht des Lernenden

Das E-Book von CrossKnowledge regt zum Nachdenken darüber an, wie digitale Lernangebote gestaltet werden müssen, damit sie von Lernenden gerne in Anspruch genommen werden. Zum einen müssen sie Aspekte berücksichtigen, die im Präsenzunterricht einfacher umzusetzen sind. So müssen sie den Dialog zwischen den Lernenden ermöglichen und damit das Lernen anregen. Sie müssen zudem die Beteiligung der Teilnehmenden fördern und den Austausch untereinander ermöglichen. In der Gruppe lässt es sich einfacher lernen, auch wenn man alleine vor dem Bildschirm sitzt. Deshalb braucht es Interaktion zwischen den Teilnehmenden, damit erst gar keine Langeweile aufkommt. Und es darf zu keiner Lernermüdung kommen. Teilnehmende müssen immer das Gefühl haben, dass die Themen der Fortbildung für die eigene Arbeit von Belang sind. Die Weiterbildungen dürfen zudem nicht zu allgemein gestaltet oder zu öde sein – sonst hat man die Weiterbildung schnell satt. Und natürlich braucht es eine unmittelbare Anwendungsmöglichkeit, die Weiterbildung darf nicht der Pflichterfüllung dienen. Dann werden die Lernerfahrungen auch nachbereitet, was ansonsten möglicherweise unterbleibt. Die Herausforderungen für ein gelungenes E-Learning Angebot sind groß, vor allem weil es keine Lösungen von der Stange gibt. In der Corona-Krise sind sie aber essentiell. Wenn Sie sich Impulse zur Gestaltung gelingender E-Learning Angebote holen möchten, empfehlen wir Ihnen die 28 Seiten des E-Books.


Benchmark für die eigene Weiterbildung

Haben Sie sich schonmal gefragt, wie Ihre Firma bei der Weiterbildung im Vergleich zu anderen Unternehmen abschneidet? Die IW-Weiterbildungserhebung 2020 gibt Ihnen dafür Anhaltspunkte. Sie können darin zum Beispiel nachlesen, dass sich die Beschäftigten der befragten Industrieunternehmen im Schnitt 14,3 Stunden weitergebildet haben. Die Kosten dafür lagen bei 1.005€ pro Mitarbeiter:in (direkte und indirekte Kosten).

Auf den 21 Seiten wird außerdem beleuchtet

  • wie viel Stunden Mitarbeitende mit welcher Art der Weiterbildung zugebracht haben,
  • wie die Haltung der Unternehmen zur Förderung der Weiterbildung bestimmter Gruppen ist,
  • welche Alternativen dabei vorstellbar sind und
  • welche Hemmnisse es aus Unternehmenssicht bei der Weiterbildung gibt.

Die Lektüre ist ein Muss für alle, die die Weiterbildung im eigenen Unternehmen besser einordnen und Stärken und Verbesserungspotenziale entdecken wollen.

Die IW-Weiterbildungserhebung ist eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter Unternehmen. Sie wird alle drei Jahre durchgeführt.


Corporate Learning Camp 2021 Online

Wie steht es eigentlich um Workplace-Support-Systeme? Was ist „Digital Upskilling“, welche Fähigkeiten brauchen wir überhaupt in Zukunft und wie gestaltet man ein 15-minütiges Lernformat mit und für Kolleginnen und Kollegen? Das sind nur ein paar der Fragen, zu denen es im Frühjahrs-Barcamp der Corporate Learning Community interessante Erkenntnisse und spannende Diskussionen gab. Matthias Binder aus dem AgenturQ-Team war dabei und meint: „Die Corporate Learning Camps sind wirklich einen Besuch wert. Es gibt eine riesige Zahl an 45-Minuten-Events rund um Lernen und Weiterbildung. Man hat im wahrsten Sinn der Worte die Qual der Wahl. Am Ende des Tages schließt man die Videokonferenz auf jeden Fall mit vielen neuen Ideen und Inspiration.“

Ein Teil der Events wurde hier dokumentiert. Zukünftige Veranstaltungen der Corporate Learning Community finden Sie hier.


Praxistipp:

„Sieh das Gute liegt so nah…“ – Weiterbildung für die Industrie 4.0 in der Berufsschule

Haben sie schonmal daran gedacht, dass die Berufsschule ein klasse Ort für die Weiterbildung Ihrer Mitarbeitenden ist? Nein? Da sind Sie nicht alleine und zugegeben: Die WAFIOS AG in Reutlingen hatte es auch besonders leicht. Die Berufsschule liegt nämlich auf der anderen Straßenseite. Martin Holder, Vorstand WAFIOS AG, und Dominik Kugler, Schulleiter, können sich fast schon durch die Fenster sehen. Die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule hat zudem eine Lernfabrik 4.0 in Ihren Räumen.

Trotzdem war Kreativität gefragt, als sich die beiden überlegt haben, wie den Beschäftigten von WAFIOS das komplexe Thema Industrie 4.0 nähergebracht werden kann. Zumindest war klar: Das notwendige Wissen und die Kompetenz haben die Lehrkräfte an der Berufsschule – und abends ist ohnehin nichts mehr los. Also kurzer Prozess: Im Anschluss an die Arbeit können alle bei WAFIOS, die das möchten, die Qualifizierung besuchen. Genau das ist auch das Besondere am gemeinsamen Ansatz: er ist nicht elitär. Viel mehr konnten bereits rund 70 Mitarbeitende aus verschiedensten Abteilungen – vom Personalwesen über die Fertigung zur Entwicklung – live erleben, was mit der Industrie 4.0 auch auf WAFIOS zukommt.

Die Teilnehmenden haben mehr dazu erfahren, was 3-D-Druck heißt, welche Rolle Sensoren spielen, was Roboter in der modernen Fabrik alles übernehmen können und was es bei Datentechnik und -sicherheit zu beachten gibt. In einer Smart Factory 4.0 gehört es aber natürlich auch dazu, all das einmal auszuprobieren: An einer vernetzten Fertigungsstraße (ZELTWANGER X-CELL-Einheiten) wurde ein Prozess organisiert, mit den Miniatur-Industrierobotern (Mitsubishi Electric) interagiert und das KI-Bildverarbeitungsprogramm unter die Lupe genommen. Die Teilnehmenden hatten nicht nur viel Spaß, sondern haben auch wirklich etwas gelernt.

Nicht nur deshalb steht für die Verantwortlichen schon heute fest: Sobald die Corona-Krise vorbei ist, geht es weiter! Mehr noch: Es wird einen Fortgeschrittenen-Kurs geben. Firmen, die einen ähnlichen Weg gehen wollen, empfiehlt Martin Holder zwei Dinge: Erstens, die Geschäftsführung muss voll hinter dem Projekt stehen und es befürworten. Zweitens: Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren. Ganz ohne Werbung geht es dann doch nicht. Nicht mal, wenn die Berufsschule auf der anderen Straßenseite ist. Die WAFIOS AG jedenfalls hat sich zusammen mit ihren Mitarbeitenden auf den Weg in die Industrie 4.0 gemacht.


Hilfe bei der Gestaltung von Betriebsvereinbarungen

Immer wieder werden wir nach Musterbeispielen für Betriebsvereinbarungen zum Thema Qualifizierung gefragt. Wir selbst verfügen über keine Mustervereinbarungen, unterstützen aber gerne bei der inhaltlichen Ausgestaltung von konkreten Betriebsvereinbarungen im Unternehmen. Für eine rechtliche Draufsicht auf die anvisierten Regelungen stehen die Geschäftsstellen von IG Metall und Südwestmetall zur Verfügung. Allerdings möchten wir an dieser Stelle auf das Praxiswissen Betriebsvereinbarungen des I.M.U. Instituts der Hans-Böckler-Stiftung hinweisen. Dort finden Sie Textauszüge und Analysen zu Themen der betrieblichen Weiterbildung. Die dort hinterlegten Beispiele können freilich nur als Ideengeber dienen. Eins zu eins übertragen lassen sich Betriebsvereinbarungen aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen und Herausforderungen in der Regel nicht.


Termine:

Dienstag, 18. Mai 2021, 16 bis 18 Uhr – online
Quali-Lounge #3:
Autonomes Fahren, Künstliche Intelligenz und die Frage nach der Kompetenz

Unser Austauschformat für alle, die sich um die operative Weiterbildung kümmern – ob auf Personalseite oder im Betriebsrat – geht in die dritte Runde. Dr. Igor Gilitschenski ist unser Gast.


Dienstag, 15. Juni 2021, 14 bis 17:30 Uhr – online
Seminar oder selbstgesteuert? 
Barcamp Zukunft des betrieblichen Lernens #BC-ZBL 

Hier stehen Sie, Ihre Interessen und Ihre Themen im Mittelpunkt. 


Donnerstag, 24. Juni 2021, 13:30 bis 15 Uhr – online
Digitale Kompetenzen wahrnehmen und stärken

Die Digitalisierung ist die Herausforderung im (Arbeits-) Alltag und der Weiterbildung. 
Wir berichten im Webinar von den Ergebnissen aus den Projekten AiKomPass-Digital und DigiREADY.


Donnerstag, 8. Juli 2021, 9:30 bis 15:30 Uhr – Look 21 in Stuttgart
Fachtagung weiterbilden#weiterdenken – 20 Jahre Zukunft der Qualifizierung

Welchen Beitrag kann die berufliche Weiterbildung zukünftig zur Bewältigung des Strukturwandels leisten und wie muss sie hierfür möglicherweise angepasst werden. Wir freuen uns auf einen spannenden Tag mit Ihnen.



Gerne informieren wir Sie auch über eine gemeinsame Veranstaltung von Fraunhofer IAO, der IHK Karlsruhe und Transformationswissen BW:

Donnerstag, 29. April 2021, 9 bis 11 Uhr – online
Unternehmenstransformation unter dem Einfluss neuer Software-, Elektrik- und Elektronik-Architekturen

Wie verändern neue Technologien unsere Unternehmen? Was bedeutet das für die Kompetenzen der Beschäftigten? Dieser Frage geht Transformationswissen BW zusammen mit Forschern des Fraunhofer IAO und der IHK Karlsruhe nach.

Die Anmeldung ist hier möglich.


Außerdem über das Angebot der New Mobility Akademie. 

Fraunhofer IAO und Transformationswissen BW ermöglichen kompakten Online-Lehrmodule rund um die Zukunft der Mobilität.
Die nächsten Module mit Experten der Fraunhofer Institute, der HfWU und aus der Wirtschaft sind:

Donnerstag 22. April 2021, online – „Grundlagen der Fahrzeugautomatisierung“

Mittwoch 5. Mai 2021, online – „Innovative Services und Geschäftsmodelle“ 


Alle hier genannten Veranstaltungen sind kostenlos!


Blogbeiträge:

Endlich mehr selbstorganisiertes Lernen im Betrieb? (Matthias Binder, 25.März 2021)

Berufliche Weiterbildung nach der Landtagswahl (Dr. Stefan Baron, 18. März 2021)

Die Weiterbildung von Frauen in den Blick nehmen (Dr. Stefan Baron, 8. März 2021)

20 Jahre TV Quali – Ein Grund zum Feiern (Dr. Stefan Baron, 19. Februar 2021)

Digitale Qualifizierung – Weiterbildung 2021 gestalten (Matthias Binder, 21. Dezember 2020)


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