Praxistipp – 2020-2

Die Zukunft

beginnt mit

Qualifizieren


Praxistipp:

Mit dem richtigen Rezept zur Digitalen Weiterbildung

Kennen Sie schon die Seiten von Geinsam digital, das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Berlin? “Gemeinsam digital” stellt hilfreiche Materialien zur Verfügung, die Unterstützung zu Themen im Kontext Digitalisierung bieten. In Zeiten von Corona finden Sie neue Rezepte und Checklisten, um erfolgreiches Arbeiten im Homeoffice und digitale Weiterbildung zu ermöglichen.

So werden im Rezept die Zutaten aufgeführt und eine Anleitung beschrieben, um digitale Weiterbildung schmackhaft zu machen. Hilfreich sind auch die Checklisten, mit denen sie reflektieren können, ob sie bereits Angebote digitaler Weiterbildung nutzen oder was es braucht um auf mobiles Arbeiten umzustellen.


„Arbeitstools als Lerntools nutzen“ – Wie Youtube, Google, etc. mal eben nebenher als Weiterbildung dienen können

Womit und wann lerne ich? Jane Heart stellte bereits vor Corona im Jahr 2019 ein Ranking der „Top 200 Tools for Learning“ zusammen. Auf den ersten Blick überraschend: In den Top10 befindet sich keine der klassischen Lernplattformen und -anbieter. Doch ist das tatsächlich so überraschend? Seien wir mal ehrlich: Mal eben schnell einen Sachverhalt auf Wikipedia recherchiert oder in einem YouTube Video nach einem Tutorial gesucht, hat vermutlich schon jeder von uns. Wir nehmen es bloß nicht mehr wahr, dass wir bei einer kleinen Frage wie selbstverständlich schnell Google um Rat fragen. All das ist doch schon lernen. Es sind bloß kleinere Portionen, im Vergleich zu einer mehrtägigen Fortbildung oder einem gezielten E-Learning. Es ist also nicht so verwunderlich, dass Youtube, Google, PowerPoint Präsentationen oder Twitter als stark frequentierte Wissensquellen und Lernmöglichkeit ganz oben stehen.  

Bei der L&D Pro Online-Konferenz vom 15. bis zum 18. Juni 2020 beantwortete Simon Dückert von der Cogneon GmbH in seiner Keynote die Frage, ob man Arbeitstools als Lerntools nutzen sollte, mit einem klaren JA. Wissen ist dank der Vernetzung und Digitalisierung an unterschiedlichen Orten zu finden und Arbeit und Lernen verschmelzen zunehmend miteinander.

Nutzen Sie also Ihre vorhandenen Arbeitstools als Lerntools. Sammeln Sie Ideen. Bauen Sie ein gemeinsames Wiki auf, um Wissen in der Organisation und im Team zu verteilen. Erstellen Sie eine Liste von YouTube Videos, in denen auch für Ihre Kolleginnen und Kollegen spannendes Know-How stecken kann. Nutzen Sie Dropbox, OneDrive oder andere ähnliche Lösungen, um Dokumente, Präsentationen, Listen etc. miteinander auszutauschen. Analog geht das natürlich auch über den gemeinsamen Know-How-Aktenordner.

Vielleicht verändert sich dadurch die Lernkultur bei Ihnen. Auf jeden Fall generieren Sie aber ganz einfach und unkompliziert aus Vorhandenem neue Lernmöglichkeiten. Sie stärken das Bewusstsein für das Lernen, indem Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen reflektieren, was von den kleinen Google-Recherchen auch für andere spannend und wichtig sein könnte.