Modellversuch Transfer plus

 

Projekt „Förderung des Transfers von bereits erprobten Berufsbildungsinnovationen in die betriebliche Weiterbildungspraxis“

Hintergrund

Dem Projekt lag die These zugrunde, dass Berufsbildung Teil einer den betrieblichen Entwicklungen nacheilenden Personalentwicklung ist. Deshalb muss insbesondere bei Klein- und Mittelbetrieben der Aufbau einer strategischen Personalentwicklung in den Mittelpunkt gerückt werden. Diese muss den Gedanken der ständigen Weiterentwicklung des betrieblich-beruflichen Weiterbildungssystems verinnerlichen und darf vorliegende Berufsbildungsinnovationen nicht ignorieren. Vielmehr muss die eigene Weiterbildung bewusst auf Berufsbildungsinnovationen aufbauen.

Projektförderer

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Europäischer Sozialfonds
(Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung in kleineren Unternehmen)

Durchführungsträger

AgenturQ
Agentur zur Förderung der beruflichen Weiterbildung in der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V.

Projektpartner

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
und
Projektbüro für innovative Berufsbildung, Personal- und Organisationsentwicklung

Dauer

01. November 2004 bis 31. Oktober 2008

Ziele

Entwicklung und Erprobung eines Konzepts zur Förderung des Transfers von zuvor erprobten Berufsbildungsinnovationen in die betriebliche Weiterbildungspraxis von Klein- und Mittelbetrieben.

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Da Bildungsinnovationen immer in bestimmten Kontexten und unter bestimmten Situationen entstehen, muss die Innovation mit der konkreten betrieblichen Weiterbildungspraxis in Verbindung gesetzt werden.

Für diesen Prozess müssen sowohl das Management und die Betriebsräte als auch das Bildungspersonal sensibilisiert und berufspädagogisch qualifiziert werden. Sie müssen ständig die Differenz der aktuellen Betriebspraxis und den davon abweichenden Innovationserfordernissen ausloten und so den Innovationsbedarf selbst feststellen. Sie müssen in die Lage versetzt werden, selbst Suchprozesse zu initieren, um zu prüfen, ob problemlösende Innovationen vorliegen.

Dazu brauchen sie erstens Kriterien und zweitens ein Wissen und ein Bewusstsein über ihre Grundannahmen, über ihre Handlungs- und Verhaltensstruktur(en) und über die Generierung und Verläufe von Innovationsprozessen im Unternehmen. Dazu gehört ein Wissen über die innovationsstörenden und innovationshemmenden Kräfte. Insgesamt geht es also um das Erkennen, Begreifen und Neugestalten des eigenen Gesamtkontextes.

Kurzer Überblick

Anhand von Betriebsfallstudien, Expertenworkshops und Netzwerktreffen wurde die Innovationsfähigkeit in den Klein- und Mittelbetrieben erprobt.